Der Bosch-Zünder wird 100!

23. Oktober 2019 | gelesen in 4 Minuten

Eine Zeitreise mit einer der ältesten Mitarbeiterzeitungen der Welt

Seit 100 Jahren informiert der Bosch-Zünder alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über das Unternehmensgeschehen und hat damit längst Kultstatus erreicht. Der Bosch-Zünder ist heute eines der ältesten, bekanntesten und angesehensten Mitarbeitermedien der Welt.

Für viele der rund 410.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit ist die Bosch-Zünder Medienfamilie die Informationsquelle Nummer 1. Jährlich veröffentlicht die Bosch-Zünder-Redaktion fast 1.000 Artikel, Berichte, Reportagen, Porträts, Interviews, Bildergalerien, Grafiken oder Filme.

Der erste Bosch-Zünder von 1919. Fotorechte: © Bosch

„Wir denken uns die Zeitschrift nicht als ein Nachrichtenblatt
der Geschäftsleitung, wir hoffen vielmehr auch auf rege
Mitarbeit der Angestellten und Arbeiter.“, so Robert Bosch, aus dem Geleitwort des ersten Bosch-Zünders von 1919.

Unternehmensgründer Robert Bosch veröffentlichte die Mitarbeiterzeitung erstmals am 15. März 1919. Die Erstausgabe umfasste 20 Seiten und erschien in einer Auflage von 6.000 Exemplaren.

Wenn man in den 893 Ausgaben und abertausend Seiten stöbert, findet man unzählige Geschichten, die nicht nur einen Einblick in die Geschichte des Unternehmens geben, sondern auch in den gesellschaftlichen Wandel. Beim Durchblättern der historischen Ausgaben wird schnell klar: Viele Grundwerte sind bei Bosch bis heute gültig, vieles hat sich aber auch verändert. Begleiten Sie uns auf eine Zeitreise in die Welt von 100 Jahren Bosch-Zünder.

Fundstücke aus 100 Jahren Bosch-Zünder

Ein leichtes Schmunzeln erzeugt der Artikel „Einfacheres Rechnen“ in der Ausgabe von Mai 1930, der mit Tipps zum schnelleren Rechnen aufwartet. Nicht nur, um den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Rechnen „ohne Maschine“ zu erleichtern, sondern auch, um Arbeitszeit einzusparen. Denn: „Wenn man täglich nur 10 Minuten Arbeitszeit sparen kann, macht diese im Jahr etwa eine ganze Arbeitswoche aus.“ Und natürlich gibt es konkrete Rechentipps. Hätten Sie diese gekannt?

Auszug aus „Einfacheres Rechnen“ in der Bosch-Zünder Ausgabe von Mai 1930. Fotorechte: © Bosch

Immer am Puls der Zeit

Damals wie heute gilt, dass der Bosch-Zünder alle Beschäftigten regelmäßig „an dem Leben und Schicksal, den Sorgen und Hoffnungen unseres Unternehmens“ teilhaben lässt. Gerade in Zeiten des technologischen, gesellschaftlichen und kulturellen Wandels kommt dem Bosch-Zünder eine wesentliche Bedeutung zu. Er stiftet Identifikation, gibt Orientierung und
fördert den Zusammenhalt.

Der Bosch-Zünder in seinen unterschiedlichen Formaten. Fotorechte: © Bosch

Über die Jahre veränderte der Bosch-Zünder immer wieder sein Gesicht und ging mit der Zeit – mit neuen Formaten, weiteren Sprachen und ganz neuen Medien. Das gedruckte Mitarbeitermagazin erscheint heute viermal im Jahr in einer Auflage von 200.000 Exemplaren und zehn Sprachen. Der Bosch-Zünder Online ist die zentrale Nachrichten- und Diskussionsplattform im Intranet. Pro Monat gibt es dort etwa 1.000 Kommentare und bis zu 3.000 Likes. Zwei Apps liefern aktuelle Nachrichten direkt auf das Smartphone.

Vorbild für andere

Längst gilt die Bosch-Zünder-Medienfamilie als Vorbild für zeitgemäße Mitarbeiterkommunikation. Sie wird regelmäßig in wissenschaftlichen Studien, Artikeln, Lehrveranstaltungen und Fachkonferenzen national und international behandelt.

Bei einem Round Table des Public Relation Verbands Austria (PRVA) zeigten sich Kommunikationsexperten aus österreichischen Unternehmen besonders interessiert am Mitarbeitermedium mit Kultstatus.

Angelika Kiessling, Leiterin Unternehmenskommunikation der Bosch-Gruppe in Österreich und Sandra Macho, Internal Communications Specialist, gaben Einblicke in eines der ältesten und zugleich auch fortschrittlichsten Mitarbeitermedien. Fotorechte: © Kristin Engelhardt / PRVA

Weitere Links:

Bosch History Blog: Kurz, klar, wahr. Die Mitarbeiterzeitung „Bosch-Zünder“ wird 100

 


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