Software für den Klimaschutz

05. August 2019 | gelesen in 5 Minuten

Diversität und Nachhaltigkeit bei Bosch

Bosch beschäftigt in Österreich rund 3000 MitarbeiterInnen – eine davon ist Dr. Tamara Pinterich, Software-Entwicklerin für Hybrid- und Elektrofahrzeugfunktionen. Im Interview erzählt sie aus ihrem Arbeitsalltag und warum es so wichtig ist, in der Mobilität auf Klimafreundlichkeit zu setzen.

Durchstarten bei Bosch

Nach jahrelanger Arbeit in der Klimaforschung im New Yorker National Laboratory wurde der Entwicklerin sehr schnell klar, dass sie ihr Fachwissen bei Bosch in vielen Bereichen nutzen könnte: „Ich wollte etwas machen, was im Leben der Menschen tatsächlich Verwendung findet: Techniken entwickeln, die klimaschonend sind. Dabei hab‘ ich als erstes an Bosch gedacht, weil mich die Vielseitigkeit des Unternehmens sehr beeindruckt hat. Allerdings war mir nicht bewusst, in welch großem Ausmaß Bosch im Automobilbereich tätig ist.“

Bosch treibt Mobilität voran

Neben Haushaltsgeräten und Elektrowerkzeugen prägen Bosch-Technologien viele Lebensbereiche, allen voran die Mobilität: Bosch ist einer der führenden Zulieferer der Automobilindustrie. Wichtige Innovationen, wie das elektronische Motormanagement oder der Schleuderschutz ESP wurden zum Beispiel von Bosch entwickelt. Die drei Domänen „Automatisierung“, „Vernetzung“ und „Elektrifizierung“ prägen den Bereich Mobility, in dem auf eine unfallfreie, emissionsfreie und stressfreie Zukunft der Mobilität hingearbeitet wird.

Die Zukunft gestalten

Aktuell arbeitet Tamara Pinterich an der Modulierung von Thermalsystemen für Elektrofahrzeuge. „Bislang lässt es sich kaum vermeiden, dass im Winter und Sommer die Reichweite von Elektrofahrzeugen sinkt, weil der Strom aus der Batterie auch zum Heizen oder Kühlen verwendet wird“, verdeutlicht die Physikerin. „Um die elektrische Reichweite zu erhöhen, ist das ideale Zusammenspiel der Kühlkreisläufe in einem Elektrofahrzeug entscheidend. Wir koordinieren zig verschiedene Kombinationsmöglichkeiten des Niedertemperatur-Kreislaufs der Batterie mit dem Mitteltemperatur-Kreislauf des Antriebs. Zusätzlich berücksichtigen wir verschiedenste Systemfehler bei der Koordination der Kühlkreisläufe. Das alles wird durch Testen der Software auf unterschiedlichen Ebenen abgesichert: Von Tests am Computer bis hin zu Tests direkt im Auto. Dabei ist es wichtig, auch codeeffizient zu arbeiten, um Speicherkapazitäten am Steuergerät zu schonen“, so Pinterich, die der Hybrid- & Elektrofahrzeugindustrie in Zukunft eine zunehmende Bedeutung zuschreibt.

Pluspunkt Diversität

Wichtige Voraussetzungen für ihren Job sind neben analytischem Denken und Genauigkeit vor allem auch Kommunikationsfreude und gute Englisch-Kenntnisse. „Man arbeitet viel im Team und im internationalen Entwicklungsverbund, beispielsweise mit Kollegen in Indien, Japan oder den USA. Deshalb ist es wichtig, seine Botschaften – auch auf Englisch – kurz und klar vermitteln zu können“, so Pinterich. Begeistert ist sie von der Vielfalt im Team. „Ich arbeite mit Menschen mit unterschiedlichem Background – von der Regelungstechnikerin bis zum Mathematiker, vom HTL-Absolventen bis zur Doktorandin. Alle bringen unterschiedliche Blickwinkel und Erfahrungen ein. Das ist sehr bereichernd.“, schwärmt die Software-Entwicklerin. „Ich war auch positiv überrascht, wie viele Frauen bei Bosch im technischen Bereich tätig sind. Mein Team besteht zu rund einem Drittel aus Frauen.“ Auch die Internationalität des Unternehmens und die damit verbundenen Möglichkeiten, bei Bosch auch mal ins Ausland zu gehen, imponieren der Hobbysportlerin – wie auch die gelebte Wertschätzung und das Für- und Miteinander im und außerhalb des beruflichen Alltags. „Nicht selten unternehmen wir nach der Arbeit auch einmal etwas zusammen, zum Beispiel ins Kino gehen“, erzählt Pinterich.

Technik fürs Leben

„Bosch hat einen sehr guten Ruf, steht für Qualität und ist als guter Arbeitgeber bekannt“, ist Pinterich überzeugt. Sie rät jungen Frauen, die im technischen Bereich durchstarten wollen, an sich zu glauben und an ihren Erfolgen zu wachsen. „Zweifel sind völlig unbegründet“, so die Kollegin, die aufgrund der vielfältigen Bosch-Aktivitäten ihre berufliche Zukunft noch länger in dem Unternehmen sieht. Und Bosch bietet „Technik fürs Leben“: Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Mit dem Ziel zur CO2-Neutralität ab dem Jahr 2020 zeigt Bosch zudem, dass gerade Energieeffizienz hilft, Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit auf einen Nenner zu bringen – und dabei mit innovativen Lösungen auch noch zu wachsen.


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