Schlaflose Nächte im Papamonat

19. November 2018 | gelesen in 5 Minuten

Bosch-Kollege Reinhard erzählt im Rückblick

Frischgebackene Väter erwartet ein besonderes Benefit bei Bosch: der Papamonat. Das ist ein Monat, der bis zum 91. Tag ab Geburt des Kindes in einem Zeitraum von 28 bis maximal 31 Tagen in Anspruch genommen werden kann, um Eltern die Möglichkeit zu geben, die erste Zeit als „neue“ Familie gemeinsam zu verbringen.

 

Teamwork ist auch Zuhause gefragt

Reinhard ist einer dieser Väter und hat sich im September nach der Geburt seines ersten Sohnes, dafür entschieden, den Papamonat zu nutzen: „Aus meiner Sicht war der Prozess von der Beantragung bis zur Rückkehr in den Job danach gut organisiert. Es gab zuerst ein Beratungsgespräch mit der Personalabteilung, bei dem ich über den organisatorischen Ablauf aufgeklärt wurde. Nachdem ich dann die Formulare ausgefüllt hatte, waren die Weichen gestellt und der Papamonat fixiert.“

Da auf den Papamonat kein Rechtsanspruch besteht, muss er unter anderem durch die Führungskräfte genehmigt werden, aber auch das war kein Problem: „Der Papamonat ist keine Selbstverständlichkeit, daher ist es umso schöner, dass ich auf die volle Unterstützung meiner Kollegen und meiner Führungskraft bei der Abwicklung der abteilungsinternen Vorbereitungen und der Übertragung der laufenden Projekte zählen konnte.“

 

Super-Papa liebt Herausforderungen

Reinhard reist viel, wandert gerne und ist im Motorsport aktiv – Herausforderungen ist er also gewöhnt. Für die neueste Etappe als Vater, hat ihn das trotzdem nicht ganz vorbereitet: „Die erste Familienzeit ist eine sehr erlebnisreiche Zeit. Man wird täglich mit neuen Aufgaben und Herausforderungen überrascht – aber auch mit vielen wunderschönen Momenten.  Ich hatte natürlich eine Vorstellung vom Elternsein von vielen Erzählungen und Erlebnisberichten, aber diese Vorstellung wird der Realität nicht ganz gerecht. Ich hätte vor allem nicht erwartet, dass meine Frau und ich mit so wenig Schlaf auskommen müssen – und können.“

 

Familienzeit dank Papamonat

„Ich habe mich für den Papamonat entschieden, weil es mir sehr wichtig war, diese Zeit bewusst mit meiner Familie zu erleben. Ich wollte mich hundertprozentig meiner Familie widmen, mich auf meinen Sohn einlassen und die erste gemeinsame Zeit gemeinsam mit meiner Frau meistern. Es gäbe ja grundsätzlich die Möglichkeit, auch eine Karenz in Anspruch zu nehmen, aber wir haben die Variante Papamonat meinerseits und die Karenz meiner Frau gewählt.“

Wir haben Reinhard gefragt, wie er den Papamonat erlebt hat: „Ich hätte nie gedacht, dass ein Monat so schnell vergeht. Die ersten gemeinsamen Ausflüge mit unserem Sohn waren absolute Highlights in dieser Zeit. Herausfordernd waren bestimmt die schlaflosen Nächte: unser kleiner Held ist der Meinung, dass mehr als 30 Minuten Schlaf am Stück nicht notwendig sind.“

 

Und retour ins Arbeitsleben

Wie Reinhard angemerkt hat, vergeht ein Monat schnell und ehe man es sich versieht, ist man zurück im Berufsalltag.

„Der Wiedereinstieg in meinen Job im Vertrieb für Energy und Building Solutions war verhältnismäßig unspektakulär – was gut ist. Natürlich, es gab einige Dinge aufzuarbeiten, wie nach jeder längeren Abwesenheit, aber geändert hat sich für mich nichts.“
Rückblickend meint Reinhard: „Ich würde den Papamonat auf jeden Fall weiterempfehlen. Gerade die erste Zeit ist eine sehr anstrengende Phase, die man gemeinsam einfach leichter bewältigen kann. Die vier Wochen verfliegen rasend schnell und ich bin froh und dankbar, dass ich die ersten Entwicklungsschritte unseres Sohnes begleiten durfte.“

 

Das Fazit

„Der Papamonat war ein optimaler Einstieg in den neuen Lebensabschnitt zu dritt – im Prinzip ein Intensivtraining mit täglichem Lernen, Verstehen und Zusammenwachsen. In dieser exklusiven Zeit konnten wir uns sehr gut auf die neue Situation einstellen und so einen guten Übergang in den Alltag finden.“


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