„HR goes Asia“ – Klappe, die Zweite

18. September 2018 | gelesen in 5 Minuten

Dass Bosch ein international agierendes Unternehmen ist, merkt man besonders daran, dass unseren Kolleginnen und Kollegen alle Türen für einen Auslandsaufenthalt offenstehen. Nach Christinas Aufenthalt in Bangkok letztes Jahr, verweilen wir zwar in Asien, orientieren uns aber weiter östlich und werfen einen Blick zu Carina nach Japan.

Carina ist im Bereich Human Resources für Employer Branding und Personalmarketing zuständig und unterstützt auch in Japan diesen Bereich tatkräftig. Ihre Entscheidung, sich so weit von den heimischen Gefilden zu entfernen, hatte mehrere Gründe: „Ich bin generell sehr an anderen Kulturen und Ländern interessiert und wollte unbedingt die Möglichkeit nutzen, das Berufsleben in einem anderen Land kennenzulernen. Japan ist ein weit entwickeltes Land mit vielen Innovationen, das ich gerne auch im professionellen Rahmen erleben wollte. Außerdem ist Tokio eine Metropole, die man gesehen haben muss.“

Andere Länder, andere Sitten

Wien und Tokio sind zwei unterschiedliche Welten: sprachlich, kulturell und gesellschaftlich, das ist allgemein bekannt. Wie unterschiedlich sie wirklich sind, das durfte Carina hautnah erfahren: „Es ist unvorstellbar, man steigt zuhause in Wien in ein Flugzeug ein und elf Stunden später in einer komplett anderen Welt wieder aus. Klar dauert es eine Weile, bis man richtig angekommen ist. Japan ist ein Land, in dem ständig etwas los ist. Rund um die Uhr sind Menschen auf den Straßen unterwegs, über riesige Bildschirme werden ununterbrochen Werbungen oder Musikvideos abgespielt und sogar von vorbeifahrenden Lieferwägen ertönen Durchsagen über Lautsprecher. Es herrscht wirklich eine Art Dauerbeschallung.“

Dafür ist im Gegensatz zum berühmt-berüchtigten Wiener Grant die Höflichkeit in Japan eine Kunstform. „Alle sind hier sehr nett und hilfsbereit, deswegen ist die Orientierung vor allem zu Beginn relativ einfach.“

Dass dabei trotzdem der ein oder andere Fauxpas entstehen kann, ist völlig verständlich: „Japaner haben eine ziemlich strikte Vorstellung davon, wie Dinge gemacht werden sollen. Zum Beispiel sind die Stellen genau gekennzeichnet, wo man eine Warteschlange bilden soll. Als Fremder kann es dennoch passieren, dass man diese übersieht und sich unabsichtlich vordrängelt.“

Bosch Japan erleben

Carinas Ankunft bei Bosch in Japan war über Monate genau geplant und sie war bereits mit ihren Ansprechpersonen in Kontakt, was den Start um ein Vielfaches erleichtert hat.
„Ich wurde herzlich empfangen und meine Kollegen und Kolleginnen sind sehr freundlich. Gleich am ersten Tag gab es ein Welcome Lunch, wo wir auswärts essen waren. Hilfreich war, dass ich bereits wusste, welche Themen mich erwarten, mit wem ich zusammenarbeiten werde und besonders auch, an wen ich mich mit Fragen wenden kann.“

Auch die besondere Herausforderung der Sprache war ein Thema, das Carina beschäftigt hat.
„Im beruflichen Kontext spielt die Sprache eine wirklich große Rolle. Wir sind ein sehr internationales Team, deswegen klappt die Kommunikation reibungslos. Sollte es dennoch vorkommen, dass jemand kein Englisch spricht, übersetzen meine Kolleginnen und Kollegen immer gerne.“

 

Asakusa und der Mount Fuji

Wir haben natürlich gefragt, was man in Japan so in der Freizeit macht und obwohl unter der Woche nicht so viel Zeit übrigbleibt, hat Carina schon viel erlebt: „Wir gehen oft im Team am Abend essen und am Wochenende mache ich sehr viele Ausflüge, manchmal allein, manchmal mit anderen Expats. Letztens waren wir in Asakusa beim größten Feuerwerk Japans. Das Feuerwerk war atemberaubend, es fand an zwei Orten zwischen drei Brücken statt und dauerte unglaubliche neunzig Minuten!“

Und das war bei Weitem nicht alles: Japans vielfältige Landschaft vereint Großstadt, riesige Naturparks, Strände und Berge. Eine ganz besondere Sache sticht dabei hervor: „Mein absolutes Highlight war die Wanderung auf den Mount Fuji, den höchsten Berg Japans. Für den Aufstieg braucht man sechs bis acht Stunden. Wir sind die ganze Nacht gewandert, um den Sonnenaufgang aus 3700 Metern Höhe zu bestaunen. Ein unbeschreibliches Gefühl.“

Und was geht Carina am meisten ab?

„Klar, es gibt andere Lebensmittel als zuhause, aber bislang vermisse ich nichts. Wenn ich wieder zurück bin, wird mir eines definitiv abgehen: rund um die Uhr – auch sonntags – einkaufen zu gehen.“

Wir wünschen Carina für ihren weiteren Aufenthalt alles Gute, viel Spaß und weitere tolle Erlebnisse und freuen uns natürlich, wenn sie wieder bei uns in Wien ist.


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