Integration von Flüchtlingen – voller Patendrang!

04. Dezember 2017 | gelesen in 4 Minuten

Support vor Ort: Bosch-MitarbeiterInnen helfen!

Das Engagement eines Unternehmens ist dicht verwoben mit dem Engagement seiner Mitarbeiter. Hauptamtlich – und ehrenamtlich. Bosch unterstützt beides und begrüßt ausdrücklich Initiativen wie solche am Standort Wien.

Es war im Sommer 2015, in dem engagierte Mitarbeiterinnen eine außergewöhnliche Idee entwickelten. Die Flüchtlingswelle überrollte gerade Europa -und damit auch Österreich. In den Nachrichten häuften sich die Meldungen über Asylsuchende, die zu Fuß oder mit dem Zug weite Strecken hinter sich gebracht hatten, um dem Krieg in ihrem Heimatland zu entfliehen. Deshalb fassten die Mitarbeiterinnen einen Entschluss: „Wir möchten helfen!“ Mit diesem Gedanken wurde der Grundstein für etwas Einzigartiges gelegt.

Eine dauerhafte Unterstützung für das neue Leben in Österreich

Aus den Mitarbeiterinnen bildete sich rasch ein kleines Projektteam. In zahlreichen Meetings wurden die unterschiedlichsten Ideen, wie man den Flüchtlingen helfen könnte, intensiv diskutiert und es wurden dabei auch die Vor- und Nachteile abgewogen – schließlich war das Ziel nicht, nur einmalig zu helfen, sondern ein Projekt zu schaffen, das den geflüchteten Menschen dauerhaft die notwendige Unterstützung gab, sich ein neues Leben in Österreich aufzubauen. Dem Projektteam war es wichtig, die Personen zu befähigen, um damit eine nachhaltige Integration in Österreich schaffen zu können – man wollte ihnen sprichwörtlich „lernen, selbst die Suppe zu kochen, anstatt sie ihnen nur auszuschenken.“

 

Der Stein geriet ins Rollen

Das Vorhaben war klar: Ein nachhaltiges Projekt zur erfolgreichen Integration von Flüchtlingen sollte geschaffen werden. Doch wie konnte man diesen Plan umsetzen? Das Projektteam traf sich zum Brainstormen, Ideensammeln, besuchte Informationsveranstaltungen – dann war klar: Unterstützung von außerhalb musste her! Nach dem Besuch des Infoabends von connecting people und interface, zwei Organisationen, die auch Patenschaften für junge, erwachsene Flüchtlinge vermitteln, ergab sich ein klareres Bild – und das Projekt nahm langsam Form an. Nachdem die letzten Details geklärt worden waren, war es endlich soweit: Das Projekt  „Support vor Ort: Bosch-MitarbeiterInnen helfen!“ wurde ins Leben gerufen.

 

Und plötzlich ging alles ganz schnell

Ziel von „Support vor Ort“ war und ist es, Patenschaften zwischen Bosch-MitarbeiterInnen und Flüchtlingen, die von den Projektpartnern interface und connecting people betreut werden und bereits einen positiven Asylbescheid haben, zu vermitteln. Die PatInnen sollten ihre Schützlinge bei Behördengängen, dem Erlernen der deutschen Sprache und der Vermittlung der österreichischen Kultur und Werte unterstützen und ihnen so den Einstieg in ihr neues Leben in Österreich erleichtern.

Doch wie würden die MitarbeiterInnen auf das Projekt reagieren? Würden sich überhaupt PatInnen finden? Schnell zeigte sich: Diese Sorge war unbegründet. Denn nach dem ersten Infoabend am Bosch-Standort in Wien waren die MitarbeiterInnen gleich  Feuer und Flamme, „Support vor Ort“ zu leisten.  dem Projektteam war es wichtig, dass die Bosch-MitarbeiterInnen mit ihren Patenkindern zusammenpassten, deshalb konnten die PatInnen bei der Wahl ihrer Patenkinder bestimmte Entscheidungen treffen: Wollten sie eine ganze Familie betreuen oder eine einzelne Person – und aus welchem Land?

Wenige Zeit später hieß es für 25 Bosch-MitarbeiterInnen und 40 Patenkinder: „Herzlichen Glückwunsch, Sie haben ein Match!“

 


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